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von Prof. Dr. Elmar Hellwig

 

Die  Menschen in den modernen Industriegesellschaften werden immer älter. Damit verbunden ist gleichzeitig, dass aufgrund der Präventionserfolge in jüngeren Jahren immer mehr Zähne bis ins hohe Alter vorhanden sind. Zudem nimmt die Anzahl von Implantaten zu. Doch damit steigt auch das Risiko für Wurzelkaries, Parodontitis und Periimplantitis. Außerdem nehmen mit zunehmendem Alter auch die Anzahl der Allgemeinerkrankungen und deren Auswirkungen auf die Mundhöhle zu. Ist es Menschen, die auch im Alter über ihre volle Leistungsfähigkeit  verfügen, noch sehr gut möglich mit den üblichen Präventionsmaßnahmen Karies und Parodontalerkrankungen in den Griff zu bekommen,wird es für große Gruppe betagterer Menschen immer schwieriger Präventionsmaßnahmen in ihren Alltagmiteinzubeziehen. Pflegebedürfte Patienten sind häufig überhaupt nicht mehr in der Lage, allein für ihre orale Gesundheit zu sorgen. Der Vortrag soll zunächst einmal die epidemiologischen und allgemeinmedizinischen Grundlagen der oralen Gesundheit im Alter beleuchten. Dann soll auf die Möglichkeiten eingegangen werden, die nicht pflegebedürftigen Patienten zur Verfügung stehen, um Karies (insbesondere Wurzelkaries), Parodontitis und Periimplantitis zu vermeiden. Im dritten Teil wird dann über die Möglichkeiten einer präventiven Grundversorgung für pflegebedürftige Patienten referiert. In diesem Zusammenhangwird immer deutlicher, dass Zahnärztinnen und Zahnärzte allein diese Aufgabe meist nicht bewältigen können, sondern dass es einer guten zahnmedizinischen Ausbildung von Pflegekräften bedarf. 

 

Dieser Vortrag wird auf der Veranstaltung in Frankfurt am Main und Ludwigsburg gehalten.